Asparagin

Asparagin: Eigenschaften, Bedarf und Versorgung

Asparagin ist eine proteinogene Aminosäure. Sie ist nicht-essentiell. Das bedeutet, dass der Körper in der Lage ist, sie selbständig zu bilden.

Teilweise wird sie allerdings auch zu den semi-essentiellen Aminosäuren gezählt, da der Körper unter bestimmten Umständen nicht ausreichend Asparagin produzieren und es somit zu einem Mangel kommen kann.

Eigenschaften

Asparagin dient als wichtiger Ausgangsstoff chemischer Botenstoffe. Die Aminosäure ist an der Reizübertragung zwischen den Nervenzellen beteiligt und spielt zudem bei der Funktionsfähigkeit des Gehirns eine Rolle.

Des weiteren ermöglicht sie eine Verbesserung des Gemütszustands und sorgt für mehr Energie und Ausdauer.

Darüber hinaus ist Asparagin wichtig für das Immunsystem. Es wirkt sich positiv auf den Blutdruck aus und kann Erkrankungen der Leber sowie Funktionsstörungen der Nieren vorbeugen.

Asparagin spielt eine große Rolle bei der Entgiftung des Körpers. Es regt die Tätigkeit der Nieren an, wirkt harntreibend und reinigt das Blut. Da Asparagin zudem am Abbau von Alkohol beteiligt ist, hilft es dabei die Leber zu entlasten.

Bedarf und Versorgung

Asparagin kann im Körper selbst hergestellt werden. Dazu werden die beiden Aminosäuren Glutamin und Asparaginsäure benötigt.

Darüber hinaus wird Asparagin auch über die Nahrung aufgenommen. Unter anderem enthalten Innereien wie Leber einen recht hohen Anteil der wichtigen Aminosäure.

Des weiteren dient jedoch auch Gemüse als Lieferant für Asparagin. Als reich an Asparagin gilt insbesondere Spargel. Aber auch grüne Bohnen, Kartoffeln oder Linsen können zur Versorgung beitragen.

Was den Tagesbedarf anbelangt, gibt es von Organisationen wie der DGE keine genauen Vorgaben und Empfehlungen. Die normalen Werte des Asparaginspiegels im Blut von Erwachsenen liegen in einem Bereich von 27 bis 67 µmol je Liter.

Es ist möglich, dass diese Werte über- oder unterschritten werden. Ob in diesem Fall tatsächlich dauerhaft ein Mangel oder eine Überversorgung vorliegt, können allerdings nur regelmäßige Tests nachweisen.

Spezielle Nahrungsergänzungen mit Asparagin gibt es nicht. Einzeln kann diese Aminosäure allenfalls von einem Arzt im Rahmen einer Behandlung verabreicht werden.

Alternativ ist eine Supplementierung mit Glutamin und Asparaginsäure möglich. Das ist jedoch nur dann sinnvoll, wenn tatsächlich ein Mangel vorliegt oder der Bedarf, zum Beispiel aufgrund großer sportlicher Anstrengungen, stark erhöht ist.

In allen anderen Fällen ist davon auszugehen, dass die Eigenproduktion und die Zufuhr über die tägliche Ernährung ausreichend sein dürften.

Asparaginsäure: Funktionen, Tagesbedarf und Supplementierung

Asparaginsäure zählt zu den proteinogenen Aminosäuren. Sie ist nicht-essentiell, kann im Körper bei Bedarf also auch selbst gebildet werden. Zusammen mit Glutamin dient Asparaginsäure außerdem der Produktion von Asparagin.

Funktionen

Asparaginsäure erfüllt im Organismus eine Reihe von wichtigen Funktionen und ist daher von großer Bedeutung für die Gesundheit.

Asparaginsäure dient, gemeinsam mit Glutaminsäure, unter anderem als wichtiger Transmitter für einen großen Teil der Synapsen im zentralen Nervensystem.

Zudem ist diese Aminosäure für den Hormonhaushalt wichtig und kann unter anderem potentiell zu einer erhöhten Produktion von Testosteron beitragen.

Darüber hinaus sorgt Asparaginsäure ganz allgemein für eine bessere Ausdauer und eine Erhöhung der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit. Sie dient der Bereitstellung von Energie, stärkt das Immunsystem und verbessert die Stressresistenz.

Des weiteren regt Asparaginsäure den Muskelaufbau an und hilft dabei zu verhindern, dass Muskelmasse abgebaut wird.

Bedarf und Versorgung

Asparaginsäure kommt in fast allen proteinhaltigen Nahrungsmitteln vor. Sie ist unter anderem in Fisch, Fleisch, Milchprodukten und Eiern enthalten. Zudem dienen auch Nüsse, Kerne, Getreide sowie viele Gemüsesorten und Hülsenfrüchte als Lieferant für diese Aminosäure.

Das, sowie die Tatsache, dass der Körper Asparaginsäure auch selbst produzieren kann, macht einen Mangel relativ unwahrscheinlich. Die Gefahr bestünde allenfalls dann, wenn allgemein eine Mangelernährung vorliegt, die dem Körper neben Asparaginsäure auch andere Aminosäuren und Nährstoffe vorenthält.

Folgen eines Mangels an Asparaginsäure könnten sich unter anderem in Form einer abnehmenden geistigen und körperlichen Leistungsfähigkeit sowie in Schwankungen des Hormonhaushalts bemerkbar machen.

In diesem Fall läge allerdings vermutlich nicht nur ein Mangel an Asparaginsäure vor, da dem Körper auch andere, nicht weniger wichtige, Aminosäuren fehlen würden. Insofern ließen sich die Symptome daher in der Regel auch nicht explizit dem Asparaginsäure-Mangel zuschreiben.

Supplementierung

Asparaginsäure wird von einigen Herstellern auch als Nahrungsergänzungsmittel angeboten. Die Einnahme soll unter anderem für eine verbesserte Libido sorgen und den Aufbau fettfreier Muskelmasse fördern.

Ob eine Supplementierung tatsächlich sinnvoll ist, hängt von der jeweiligen Situation ab. In den meisten Fällen dürfte die Versorgung bereits durch Ernährung und Eigenproduktion ausreichend gedeckt werden.

Bei einem Mangel oder aufgrund hoher körperlicher Anstrengungen kann die Nutzung eines entsprechenden Präparats aber, zumindest vorübergehend, hilfreich sein.

Eine Anwendung über einen längeren Zeitraum sollte allerdings auf jeden Fall durch einen Arzt und entsprechende Bluttests begleitet werden, um eine Überversorgung zu vermeiden.