Aspartam

Aspartam: ein umstrittener Süßstoff im Blick

Bei Aspartam handelt es sich um einen synthetischen Süßstoff, der in Form eines Dipeptids aus L-Phenylalanin und L-Asparaginsäure gebildet wird. Der Süßstoff ist Bestandteil vieler Light-Produkte und wird vor allem gerne zum Süßen von Diätlimonade verwendet.

Vorteile

Zwar entspricht seine Energiedichte mehr oder weniger der von normalem Zucker. Allerdings ist er rund 200 mal süßer. Aus diesem Grund reichen bereits winzige Mengen Aspartam zum Süßen von Speisen aus, so dass die in ihm enthaltenen Kalorien praktisch nicht ins Gewicht fallen.

Somit eignet sich Aspartam als Zuckerersatz bei Diäten sowie für Patienten, die an Diabetes erkrankt sind. Ein weiterer Vorteil ist außerdem die Tatsache, dass Aspartam praktisch nichts zur Entstehung von Karies beiträgt.

Nutzung

Wie bereits erwähnt, ist Aspartam in vielen Diätlimonaden enthalten. Darüber hinaus dient der Süßstoff außerdem auch dem Süßen von zuckerfreien Kaugummis sowie einigen Süßwaren und Milchprodukten.

Auch in Fertiggerichten, Frühstückscerealien und Glasuren zum Backen kommt Aspartam zum Einsatz. Prinzipiell lässt sich der Süßstoff überall dort nutzen, wo ein süßer Geschmack erforderlich ist, gleichzeitig aber Kalorien eingespart werden sollen.

Auswirkungen auf die Gesundheit

Aspartam hat keinen guten Ruf und soll bei regelmäßiger Einnahme schlecht für die Gesundheit sein. Wer unter Phenylketonurie, einer angeborenen Erkrankung des Stoffwechsels, leidet, muss auf den Konsum in jedem Fall verzichten. Das gilt in diesem Fall allerdings für alle proteinhaltigen Nahrungsmittel.

Davon abgesehen wurde Aspartam in der Vergangenheit auch des öfteren als Krebsauslöser bezeichnet. Studien zu diesem Thema nutzten hierfür in Tierversuchen zum Teil unrealistisch hohe Dosierungen. Dass Aspartam verantwortlich für die Entstehung von Krebs ist, gilt mittlerweile praktisch als ausgeschlossen.

Das Gleiche gilt übrigens auch für die Entstehung von Migräne. Der Zusammenhang zwischen den Kopfschmerzen und Aspartam wurde bereits 1987 im Rahmen einer Studie ausgeräumt.

Ein weiterer Aspekt, den Gegner dieses Süßstoffs gerne aufführen, ist seine Wirkung auf die Ausschüttung von Insulin, sowie damit verbundene Blutzuckerschwankungen und ein möglicher Aufbau von Körperfett. Dies wurde jedoch bereits im Jahr 1997 widerlegt.

Empfehlungen

In normalen Mengen scheint Aspartam nach heutigem Kenntnisstand unbedenklich zu sein. Anders lautende Publikationen betrachten das Thema in den meisten Fällen zu einseitig und unvollständig, so dass kaum eine objektive Bewertung möglich ist.

Die europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit hat im Jahr 2013 einen Maximalwert von täglich 40 Milligramm je Kilo Körpergewicht als unbedenklich festgelegt.

Um diesen Wert tatsächlich zu überschreiten und sich dadurch eventuellen gesundheitlichen Risiken auszusetzen, wären sehr große Mengen aspartamhaltiger Lebensmittel notwendig.

In der Praxis und bei einem normalen Essverhalten sollte in dieser Hinsicht jedoch keine Gefahr bestehen. Gerade beim Abnehmen kann Aspartam ein wirkungsvolles Hilfsmittel, das beim Sparen von Zucker hilft, darstellen.

Wer dennoch auf den Konsum von Aspartam verzichten möchte, kann das problemlos tun, da Aspartam, wie andere Süßstoffe auch, kennzeichnungspflichtig ist.

Auch Nahrungsergänzungen wie Eiweißpulver werden heutzutage übrigens von vielen Herstellern ohne Aspartam als Süßstoff angeboten.