Kokosöl

Kokosöl: Herstellung, Vorteile und Anwendungsmöglichkeiten

In Deutschland ist Kokosöl noch relativ wenig verbreitet und ist zumindest in Supermärkten allenfalls innerhalb des Sortiments an asiatischen Lebensmitteln zu finden. Dabei handelt es sich bei ihm um ein wahres Superfood, welches im Hinblick auf die Gesundheit sogar das beliebte Olivenöl hinter sich lässt.

Herstellungsverfahren

Bei Kokosöl handelt es sich um nichts anderes als das Fett, welches aus Kokosnüssen gewonnen wird. Wie andere Öle auch kann es mithilfe verschiedener Herstellungsverfahren produziert werden.

Besonders schonend ist das Kaltpressverfahren. Bei diesem Verfahren wird das Öl bei niedrigen Temperaturen herausgepresst. Auf diese Weise behält das Kokosnussöl alle wichtigen Nährstoffe.

Vorteile

Auf den ersten Blick dürfte die Aussage, dass Kokosöl gesund ist, die meisten Menschen zweifeln lassen. Immerhin besteht es fast ausschließlich aus gesättigten Fettsäuren. Und diese sind, so zumindest die verbreitete Annahme, nun mal ungesund.

Davon abgesehen, dass an dieser Aussage generell nur wenig dran ist, ist Kokosöl tatsächlich eine gesunde Wahl für eine ausgewogene Ernährung. Es enthält einen hohen Anteil an Laurinsäure und soll laut Studien unter anderem die Leistungsfähigkeit des Gehirns steigern und der Vorbeugung von Alzheimer dienen.

Darüber hinaus ist zudem oft zu lesen, dass man durch Kokosöl besser abnehmen könne. Diese Annahme entspricht allerdings nur zum Teil der Wahrheit.

Denn zwar ist Kokosöl auch im Rahmen einer Diät eine deutlich bessere Wahl als die meisten anderen Öle und Fette. Das bedeutet jedoch nicht, dass es in beliebiger Menge genossen werden kann.

Denn schließlich ist zum Abnehmen stets eine negative Energiebilanz erforderlich. Wird diese nicht eingehalten, kann der Körper kein Fett abbauen. Und daran ändert selbstverständlich auch Kokosnussöl nichts.

Anwendungsmöglichkeiten

Kokosnussöl eignet sich perfekt als Fett zum Kochen, da es einen vergleichsweise hohen Rauchpunkt (ungefähr 194 Grad) hat. Das bedeutet, dass es sehr stark erhitzt werden kann, bevor es anfängt zu verbrennen.

Da es in kaltem Zustand fest ist, eignet es sich jedoch nur bedingt für kalte Speisen wie Salate und Ähnliches. Für die warme Küche stellt es jedoch eine tolle Alternative zu herkömmlichen Pflanzenölen, wie zum Beispiel Rapsöl, dar.

Allerdings ist Kokosöl bei weitem nicht nur ein Lebensmittel. Es kann darüber hinaus auch sehr gut für die Körperpflege genutzt werden. Dünn aufgetragen ist es ein toller Ersatz für Hautcremes und macht die Haut bereits nach wenigen Anwendungen schön weich.

Kaufempfehlungen

Beim Kauf von Kokosöl sollte auf raffinierte Produkte verzichtet werden. Zum Teil wird das Öl auch gebleicht, was ebenfalls nicht zu empfehlen ist.

Ein gutes Kokosnussöl, welches wirklich gesundheitliche Vorteile gegenüber anderen Fetten bietet, sollte idealerweise kaltgepresst sein und aus biologischem Anbau stammen. Denn nur so ist sichergestellt, dass das Endprodukt auch wirklich eine gute Qualität vorweisen kann.